
Hey Jo, was geht? Schule aus, rein in den Tag. Mal sehen, was im Dorf so abgeht. Damals war die Welt noch klein. Und wir dachten, sie gehört uns. [VERSE 1: 14 to 17 - The Beginning] Vierzehn Jahre alt, wir treffen uns am Platz Kein Handy in der Hand, nur Zeit war unser Schatz Die beste Freundin da, wir hingen auf der Bank Dosenbier geteilt, bis die Sonne langsam sank [Sound-Effekt: Rewind/Tape-Scratch] Dann der Time-Skip, zack, wir sind siebzehn Wollten nicht mehr reden, wollten endlich was erleben Kiffen war Standard, wir fühlten uns so groß „Wir sind fast achtzehn, Mann, jetzt geht es richtig los“ Ab in die Disse, rein in den Nebel und das Licht Teile fressen mit Bedacht, wir spürten unser Gewicht [BRIDGE: Build Up] Der Bass drückt im Magen, die Pupillen sind weit Wir dachten, das hier hält für die Ewigkeit [VERSE 1 Continued: The Party] Alles dreht sich, wir feiern bis zum Schluss Jeder Beat ein Treffer, jeder Bass ein Kuss Wir waren Könige der Nacht in den 2000ern Niemand konnte uns was, wir waren unbeschwert! [HOOK] Wir hatten alles vor uns, die Straße war noch breit Doch irgendwann verliert man sich im Lauf der Zeit Vom Schulhof zum Abgrund, vom Lachen zur Wut Was mal Freundschaft war, ist heute nicht mehr gut Wir sind Geisterfahrer auf derselben Spur Doch ich bieg jetzt ab, ich schwör es dir nur! [VERSE 2:23 - The Crash] Schnitt auf dreiundzwanzig. Die Party ist vorbei Doch ihr seid hängengeblieben, Kopf ist nicht mehr frei Die einen nur auf Speed, die anderen dauernd dicht Ihr gammelt in den Häusern, ertragt das Tageslicht nicht Kein Geld in der Tasche, alles geht für Drogen drauf „Ach, passt schon irgendwie“, nehmt den Absturz in Kauf Ich sitz noch dabei, hab mein Bier in der Hand Doch ich merk langsam, wir fahren gegen die Wand Ich geh arbeiten, bau auf, ich komm langsam klar Ihr pumpt mich an für Stoff, nichts ist mehr wie es war Der Sumpf zieht euch runter, ihr merkt es nicht mal Für euch ist das Leben, für mich ist es Qual [BRIDGE] Wir hatten doch als Teenager so 'ne geile Zeit. Was machen wir jetzt damit? Was macht ihr damit? [VERSE 3: 30+ - The Confrontation] Jetzt sind wir fast dreißig, schau dich doch mal an Du bist kein Stück weiter, kein Junge, kein Mann Ich hatte Zeit mich zu bessern, hab mein Leben sortiert Du hast zehn Jahre lang nur Hirnzellen frittiert Immer noch Hartz 4, immer noch der gleiche Dreck Ziehst die Scheiße durch die Nase, wirfst die Zukunft weg Deine Kinder sind jetzt da, sie schauen dich an Wollen sie hier aufwachsen? Sei doch mal ein Mann! In diesem Haus voller Müll, zwischen Schatten und Rauch? Nein, ohne Scheiß, das ist nicht, was ich brauch Diese Freundschaft ist tot, sie bedeutet mir nichts Weil du seit Jahren nur noch dich selber fickst! [VERSE 4: 40 - The Realization / The Cycle] Jetzt steht die Vier vorne. Vierzig Jahre auf der Uhr. Ich hab Abstand gewonnen, bin runter von der Tour. Die schlechten Jahre? Hab ich aus dem Kopf radiert. Ich weiß nicht mehr, wie Hass schmeckt, hab mich saniert. Ich erinner mich nur noch an das Licht von damals, Die bessere Zeit ohne den Scheiß, ohne das Drama. Doch ich frag mich manchmal, wenn ich durchs Viertel geh: Warum sind Leute so geworden? Warum tut es so weh? Warum habt ihr das Gold gegen Dreck getauscht? Das Leben hat gepulst, jetzt hat es sich verrauscht. Und dann seh ich deine Kids. Sie sind jetzt erwachsen. Stehen an der gleichen Ecke, machen die gleichen Faxen. Die Augen glasig, die Haltung schief, das gleiche Bild. Die Generation fängt wieder an, genau so wild. Es ist ein verdammtes Riesenrad, und es dreht sich neu. Der gleiche Fehler im System, dem Abgrund treu. Ich wollte warnen, wollte helfen, hab mir den Mund verbrannt. Doch man lernt nicht durch Worte, nur durch die Wand. [OUTRO] Weißt du was? Ich kann die Welt nicht ändern. Und ich kann euch nicht ändern. Ich hab meine Erinnerung, die guten Zeiten behalt ich. Aber diesen Kreislauf hier? leckt mich

