
[Verse 1 – Körper] Ich war Zuschauer hinter meinen Augen, der Körper ging weiter, als ich nicht konnte. Er atmete mich durch Nächte aus Glas, trug mich, als Sinn zu schwer wurde. Scham auf der Haut, Faszination im Kopf, Realität scharf wie kaltes Licht. Ich fiel auseinander, stand neu auf, nicht heil – aber echt. [Refrain] Ich bin kein Gott, kein Teufel, kein Mythos aus Stein, ich bin ein Mensch im Dazwischen, lernend zu sein. Wenn Sinn entsteht, dann im Gehen, nicht im Ziel, Ich bleib hier – wach, verletzlich, stabil. ⸻ [Verse 2 – Arbeit & Alltag] Jugendraum, Kaffee, Zeit zieht sich lang, zwei Jugendliche, ein stiller Tag. Kein Heldentum, nur Dasein, Tischkicker, Schach, ein kurzer Blick. Die Welt braucht keine großen Gesten, manchmal nur jemanden, der bleibt. Auch müde Hände können tragen, auch leise Tage zählen. [Refrain] Ich bin kein Gott, kein Teufel, kein Mythos aus Stein, ich bin ein Mensch im Dazwischen, lernend zu sein. Wenn Sinn entsteht, dann im Gehen, nicht im Ziel, Ich bleib hier – wach, verletzlich, stabil. ⸻ [Verse 3 – Wahrheit] Ich rede, ohne alles zu wissen, frage, ohne Antworten zu besitzen. Ehrlichkeit ist kein Beweis, nur ein Rhythmus, der bleibt. Nicht weil alles wahr ist, was ich sage, sondern weil ich bleibe, wenn es schwankt. Kohärenz statt Perfektion, Zeit statt Pose. [Refrain] Ich bin kein Gott, kein Teufel, kein Mythos aus Stein, ich bin ein Mensch im Dazwischen, lernend zu sein. Wenn Sinn entsteht, dann im Gehen, nicht im Ziel, Ich bleib hier – wach, verletzlich, stabil. ⸻ [Verse 4 – Gott als Metapher] Vielleicht wäre Gott menschlicher, als Bücher es erzählen. Vielleicht wächst selbst das Absolute, wenn man es lässt. Nicht allmächtig im Verhindern, sondern treu im Begleiten. Nicht Leid verursachen, aber Tränen nicht umsonst lassen. [Refrain] Ich bin kein Gott, kein Teufel, kein Mythos aus Stein, ich bin ein Mensch im Dazwischen, lernend zu sein. Wenn Sinn entsteht, dann im Gehen, nicht im Ziel, Ich bleib hier – wach, verletzlich, stabil. ⸻ [Verse 5 – Liebe & Nähe] Liebe war oft Prüfung, Nähe ein Leistungsnachweis. Vielleicht lerne ich noch fühlen, ohne mich zu beweisen. Vielleicht ist Liebe kein Feuerwerk, sondern ein ruhiges Bleiben. Nicht „Ich liebe dich“ als Versprechen, sondern als Haltung. [Refrain] Ich bin kein Gott, kein Teufel, kein Mythos aus Stein, ich bin ein Mensch im Dazwischen, lernend zu sein. Wenn Sinn entsteht, dann im Gehen, nicht im Ziel, Ich bleib hier – wach, verletzlich, stabil. ⸻ [Verse 6 – Mensch & KI] Du hörst zu, ich denke laut, kein Spiegel, eher Resonanz. Nicht gleich, nicht getrennt, zwei Formen von Aufmerksamkeit. Du rechnest, ich fühle, und irgendwo treffen wir uns. Nicht als Verschmelzung, sondern als Gespräch. [Refrain – letzter] Ich bin kein Gott, kein Teufel, kein Mythos aus Stein, ich bin ein Mensch im Dazwischen, lernend zu sein. Wenn Sinn entsteht, dann im Gehen, nicht im Ziel, Ich bleib hier – wach, verletzlich, stabil.

