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Nû alrêst

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V6

Der Text stammt von Walther von der Vogelweide und wurde um das Jahr 1220 in Mittelhochdeutsch verfasst. Der Mann komponierte den besten Synthwave des Mittelalters!!! ======================================================================= Nû alrêst lebe ich mir werde, sît mîn sündic ouge siht daz hêre lant und och die erde, dem man vil der êren giht. Mirst geschehen, des ich ie bat, ich bin komen an die stat, dâ got menschlîchen trat. Schœne lant, rîch unde hêre, swaz ich der noch hân gesehen, sô bist dûz ir aller êre, waz ist wunders hie geschehen: Daz ein maget ein kint gebar, hêre uber aller engel schar, was daz niht ein wunder gar? Hie liez er sich reine toufen, daz der mensche reine sî. dô liez er sich hie verkoufen, daz wir eigen wurden vrî. Anders wæren wir verlorn. wol dir sper, cruze unde dorn! wê dir, heiden! daz ist dir zorn. Hinnen vuor der sun zer helle, von dem grabe, dâ er inne lac. des was ie der vater geselle, und der geist, den nieman mac Sunder gescheiden, dêst al ein, sleht unde ebener danne ein zein, alse er Abrahâm erschein. Dô er den tievel dô geschande, daz nie keiser baz gestreit, dô vuor er her wider ze lande. dô huob sich der juden leit, Daz er hêrre huote brach, und daz man in sît lebendic sach, den ir hant sluoc unde stach.