
[Strophe 1] Neulich in der Stadt, vor ’nem Haus mit flackerndem Neonlicht, stand da dieser Typ mit ’nem fertigen Gesicht. Er sah mich aus glasigen Augen an, sein Anzug war fleckig, an ihm war nichts mehr dran. Er zitterte leicht und lallte zu mir: „Hey, komm mal her, das ist mein Laden, mein Revier Mein Junge, ich hab ein Schnäppchen für dich“, seine Schnapsfahne benebelte mich. Ich sah das zahnlose Grinsen im Gesicht: „ Was ich dir zeige, das glaubst du mir nicht!“ [Pre-Refrain] Er hielt mich fest am Ärmel, sein Griff war ziemlich stramm, ich wich ein Stück zurück, ich zuckte kurz zusammen. Er schwankte im Takt, seine Stimme war belegt, die war seit Jahren in Schnaps eingelegt. Er wollte mich ködern, er wollte mein Geld, und sang vom angeblich „schönsten Mädchen der Welt“: [Refrain] „Ich hab 'n Puff Und meine Puffmama heißt Layla Sie ist schöner, jünger, geiler La-La-La-La-La-La-La-Layla La-la-la-la, die wunderschöne Layla Sie ist schöner, jünger, geiler La-la-la-la, die wunderschöne Layla La-La-La-La-La-La-La-Layla La-la-la-la, la-la-la-la-la-la“ [Strophe 2] Er zog mich rein, es klebte der Boden, die Leuchtreklame hing schief an der Wand, der Mief in der Luft raubte mir den Verstand. Und hinten am Tresen, beim schalen Bier, saß eine Gestalt – und stank wie ein Tier. Die blonde Perücke war schief, das Lederkostüm war matt, das kaputteste Wrack dieser dreckigen Stadt. Sie rülpste mich an und verlangte ’ne Kippe, mit Herpesbläschen an der Oberlippe. Der Zuhälter strahlte: „Da ist mein Star!“ Ich dachte nur: „Scheiße! Das ist doch nicht wahr!“ [Pre-Refrain] Das war der Horror! Das war der Schock! Auf Layla hat keiner mehr Bock! Der Mythos ist tot! Die Realität ist das, was hier lallend aufm Tresen liegt! [Refrain] Er hatte ’nen Puff! Und seine Puffmama hieß Layla. Doch jede andere in dieser Stadt ist geiler! La-la-la-la, die abgeranzte Layla. Sie ist nicht schöner, sie ist nicht jünger, jede andere ist geiler. La-la-la-la, die abgeranzte Layla. Glaub mir, mein Freund, sag ich zu ihm: Jede andere ist geiler als deine Layla. [Strophe 3] Sie sah mich an, ihr wurde ganz heiß, sie kam auf mich zu, eine Wolke aus Zigarettenqualm. Mir wurde ganz übel, ich brauchte ’nen Kübel! Sie spitzte den Mund – ein schwarzes Verlies, keine Zähne im Maul, und der Atem war fies. Sie wollte ’nen Kuss mit der pelzigen Zunge, der Qualm ihrer Kippe verätzt mir die Lunge. Der Zuhälter brüllte: „Na los, fass sie an!“ Ich sah sein Grinsen! Da erkannte ich ihn: Das war Robin Schürze, der Ballermann! Ich schlug zu, traf seinen Kiefer mit voller Wucht, und startete panisch die wilde Flucht! Da hört' ich ihn schreien: „Hier spinnen doch alle! Komm, Layla, scheiß drauf – wir gehen nach Malle!“ Und so kam es, wie es kommen musste. Sie sitzen jetzt auf Malle! Dort ist sie die Puffmama für alle. Dank fünf Litern Wodka finden sie jetzt alle geiler! La-la-la-la-la-la-la-LAYLA! Die „wunderschöne“ Layla! Sie saufen sie sich schöner! Sie saufen sie sich jünger! Sie saufen sie sich geiler! Die Kotze auf Malle schmeckt nach Layla! Doch glaub mir, mein Freund: Nur besoffen ist dieses Elend schön. „Er hat 'n Puff auf Malle und seine Puffmama heißt Layla. Nur hier ist sie schöner, jünger, geiler als der Rest. La-La-La-La-La-La-La-Layla La-la-la-la, die abgeranzte Layla. Nur hier ist sie schöner, jünger, geiler als der Rest. La-la-la-la, die abgeranzte Layla La-La-La-La-La-La-La-Layla La-la-la-la, la-la-la-la-la"

