
[Strophe 1] Sie streiten, wer Barbar sei unter ihnen, und zum Beweise, daß stets nur die andern vor aller Nachwelt solchen Ruf verdienen, verwüsten sie mit schrecklichen Maschinen Galipoli, Galizien, Serbien, Flandern, Woldhynien und das Land der Beduinen. [Strophe 2] Das Blut gerinnt. Es häufen sich die Leichen im Elsaß, in Tirol, in Frankreich, Polen. Auf hoher See und in den Tropenreichen ist Kampfgetöse, Mord, ist Sieg und Weichen. Es wird gebrannt, geschändet und gestohlen, und über Trümmern ragen Ruhmeszeichen. [Refrain] Blut an den Händen, Dreck im Gesicht, doch den Barbaren im Spiegel, den sehen sie nicht. Ein Finger zeigt dort – und verübt einen Mord, ein Finger zeigt hier – jagt die Menschlichkeit fort. Denn hinter der Fahne und hinter der Gier steht unterm Helm nur das gleiche Tier. [Strophe 3] Aus Wolken fetzt der Mord, vom Meeresgrunde, und Kinder müssen sterben, Frauen, Greise. Den Hunger ruft man sich, die Pest zum Bunde. Der Mutter Träne und die Todeswunde erhabnen Planes zu der Menschheit Preise gibt von der Heldenzeit Europas Kunde. [Strophe 4] Und jubelnd töten sie für ihren Zaren, für ihren Kaiser, König, Präsidenten; und starke Männer sinken hin in Scharen und wissen, daß sie tapfere Streiter waren. – Blut tropft und Jammer von den Firmamenten. Und jeder schmäht die andern als Barbaren. [Refrain] Blut an den Händen, Dreck im Gesicht, doch den Barbaren im Spiegel, den sehen sie nicht. Ein Finger zeigt dort – und verübt einen Mord, ein Finger zeigt hier – jagt die Menschlichkeit fort. Denn hinter der Fahne und hinter der Gier steht unterm Helm nur das gleiche Tier.

