
[Strophe 1] Die Sonne brennt heiß auf das staubige Tal, sein Hut wirft Schatten in sein Gesicht und verdeckt seine Augen vor dem Sonnenlicht. Der Poncho ist gelb vom wehenden Sand, der Zigarillo glüht in seiner Hand. Die Haut ist wie Leder, von der Sonne verbrannt. Sein Pferd trägt schwer an der leblosen Fracht, wieder hat er einen zur Strecke gebracht. [Refrain] Er reitet zum Friedhof durch Staub und Gestein! Für eine Handvoll Dollar bringt er dem Totengräber Beute mit. Er hält sich für den Richter in diesem wilden Land. Doch er ist nur eine Figur in des Totengräbers Hand. [Strophe 2] Der Totengräber sitzt vor seiner Hütte, die Schaufeln stehen bereits an der Wand. Er poliert seine Brille mit einem Tuch in der Hand. Der Reiter wirft die Leiche vor ihm in den Dreck, der Alte setzt die Brille auf und steckt sein Taschentuch weg. Er prüft den Toten und nickt zufrieden, er reicht dem Kopfgeldjäger ein Blatt für den Einzigen, den er noch nicht hat. Es ist Hermann The German, versteckt in Sanctuary , der gesetzlosen Stadt. [Strophe 3] Der Kopfgeldjäger gibt dem Pferd die Sporen, spät am Abend reitet er in Sanctuary ein. Er tritt in den Saloon, die Hand fest am Colt, er sieht Hermann beim Poker, mit dem Rücken zur Wand. Der Riese verliert, zieht blitzschnell den Lauf, der Sieger schlägt hart auf den Spieltisch auf. Die Menge bleibt still, weil niemand hier Ärger mit Hermann will. Der Kopfgeldjäger tritt vor, packt die Leiche am Kragen, wirft sie runter in den Dreck, ohne etwas zu sagen. Er setzt sich auf den Stuhl, nimmt die Karten auf, ein Spiel um Leben und Tod geht seinen Weg. Er zeigt vier Asse und Hermann sieht rot, zieht seinen Revolver – ein Schuss knallt schneller und Hermann findet den Tod. Er schlägt mit dem Kopf auf den Spieltisch nieder, die „Dead Man’s Hand“ noch fest in den Fingern. [Refrain] Er reitet zum Friedhof durch Staub und Gestein! Für eine Handvoll Dollar bringt er dem Totengräber Beute mit. Er hält sich für den Richter in diesem wilden Land. Doch er ist nur eine Figur in des Totengräbers Hand. [Strophe 4] Der Mond steht fahl, die Nacht ist kalt, er reitet zurück, macht am Friedhof halt. Er zerrt den Riesen vom Pferd in den Dreck, der Totengräber wirft ihm den Beutel mit Dollar zu, er fängt ihn auf und reitet wortlos weg. Doch dann zügelt er das Pferd, bleibt im Schatten stehn, er muss das Ende des Schauspiels sehn. Er traut seinen Augen kaum, glaubt nicht, was er sieht: wie der Alte die Leiche über den Friedhof zum Pentagramm in der Mitte zieht. Vier liegen schon dort, an den Ecken vom Stern, sie ruhten dort schon, von Gott und seiner Gnade fern. An der fünften Spitze wird das Werk vollbracht, der Totengräber verscharrt die Leiche in der Nacht. Er wirft die Schaufel weg, fängt dämonisch zu lachen an und erzählt dem Wind, wie alles begann: „Einst ritten wir sechs gemeinsam durch dieses Land, stahlen so manches wertvolle Stück. Wir teilten das Gold, wir teilten das Glück, doch im Streit schossen sie mich nieder und lachten mich aus, sie ließen mich in der Wüste zurück. Sie dachten, mich holt der Teufel, doch einen wie mich duldet auch der Teufel in der Hölle nicht!“ [Strophe 5] Kaum ist das letzte Wort verklungen, hat das Böse den Tod bezwungen. Das Pentagramm im Sand fängt an zu glühen, ein höllisches Rot beginnt aus den Linien zu sprühen. An den fünf Spitzen bricht der Boden auf, fünf tote Zombiehände strecken sich hinauf! Der Kopfgeldjäger starrt, sein Blut gefriert, er reißt das Pferd herum, gibt ihm die Sporen, er weiß genau: Hier ist er verloren! Er jagt davon, die Angst im Nacken, doch im Rücken hallt das dämonische Lachen des Mannes, den der Teufel nicht nahm, durchs Tal. Das Lachen verfolgt ihn für alle Zeit – es ist überall. [Refrain] Er flieht vom Friedhof durch Staub und Gestein! Für eine Handvoll Dollar brachte er dem Totengräber Beute mit. Er hielt sich für den Richter in diesem wilden Land. Doch er war nur eine Figur in des Totengräbers Hand. [Outro] Der Nebel wallt auf, die Spur verweht, wo das Pentagramm im Sande langsam vergeht. Sechs Reiter brechen durch die Nacht, die alte Bande ist wieder erwacht. Der Totengräber führt sie an, Schulter an Schulter, Mann für Mann. Vereint im Sattel, um erneut zu rauben, um erneut zu morden, um zu wagen, was sonst keiner wagt. Sie reiten weiter, fürchten kein Gericht, denn diese sechs ... sterben nicht. [Refrain] Jeder, der sie sieht, flieht durch Staub und Gestein! Für eine Handvoll Dollar nehmen sie jede Beute mit. Sie sind das Verderben in diesem wilden Land. Zurück aus der Hölle durch des Totengräbers Hand. [Refrain] Jeder, der sie sieht, flieht durch Staub und Gestein! Für eine Handvoll Dollar nehmen sie jede Beute mit. Sie sind das Verderben in diesem wilden Land. Zurück aus der Hölle durch des Totengräbers Hand.

