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Der Vampir, der kein Blut sehen kann

[Strophe 1] Sein Name ist Vlad, benannt nach Dracula, Er ist wie Dracula. Er ist von altem Adel, Sein Benehmen ist stets ohne Tadel. Er ist der Schrecken der Nacht, so steht es im Buch, Ein Schloss in den Karpaten, ein ewiger Fluch. [Strophe 2] Jede Jungfrau fürchtet sich vor ihm. Als Wolf macht er echt was her Als Fledermaus ist er sehr elegant Jeder der ihn kennt, findet ihn charmant... Er hat Eckzähne, scharf wie ein Skalpell, [Strophe 3] Doch der Appetit vergeht ihm meist sehr schnell. Er jagt nicht bei Vollmond, er jagt lieber blind, Weil seine Nerven nicht die stärksten sind. Er braucht das Lebenselixier, er braucht den Saft, Doch der Anblick davon raubt ihm jede Kraft. [Pre-refrain] Andere Vampire finden Hälse delikat, Er beißt nur zu, wenn er ’ne Augenbinde hat! Ein kleiner tropfen Blut reicht, und er wird bleich, Der weichste Herrscher im Schattenreich. [Refrain] Er ist der Vampir, der kein Blut sehen kann, Ein Tropfen Blut und er fängt zu zittern an. Er fällt in Ohnmacht, noch vor dem Biss, Für einen Untoten ein blödes Hindernis. Ja, ihm wird übel, ihm wird schlecht, Sein Schicksal ist so ungerecht! [Strophe 4] Letzte Woche beim Dinner, es war ein Skandal, Er bestellte „Jungfrau“, natürlich die erste Wahl. Doch sie hatte Nasenbluten, nur ein paar Tropfen, Da fing sein Herz schon an zu klopfen. Graf Vlads Gesicht wurde fahl, Er kippte nach hinten – fast auf ’nen Pfahl! Er hätte sich beinah selbst gepfählt, Das hat ihm gerade noch gefehlt! [Pre-refrain] Dracula lachte, Nosferatu grinste breit, „Vlad“, sagten sie, „Du bist nicht bereit!“ Er wär so gern böse, brutal und gemein, Doch sein Kreislauf sagt: „Lass das lieber sein" [Refrain] Er ist der Vampir, der kein Blut sehen kann, Ein Tropfen Blut und er fängt zu zittern an. Er fällt in Ohnmacht, noch vor dem Biss, Für einen Untoten ein blödes Hindernis. Ja, ihm wird übel, ihm wird schlecht, Sein Schicksal ist so ungerecht! [Bridge] Er war das Gespött im ganzen Land, Sein Problem war allen wohlbekannt. Er ging zur Therapie bei Werwolf Hans, Der sagte: „Trink doch Tomatensaft, gib dem ’ne Chance!“ [Strophe 5] Er probierte den Saft und fand ihn famos, Er muss kein Blut mehr sehen, Und bleibt nun endlich sicher stehen, Er war damit endlich seinen Blutdurst los! Die Jungfrau von neulich, die fand das nett, Statt gebissen zu werden, singen sie nun ein Duett. Jetzt sitzen sie zusammen im Kerzenschein, Und ziehen sich beide ’ne Bloody Mary rein [Refrain] Er war der Vampir, der kein Blut sehen kann, Ein Tropfen Blut und er fing zu zittern an. Er fiel in Ohnmacht, noch vor dem Biss, Für einen Untoten ein blödes Hindernis. Ja, ihm wurde übel, ihm wurde schlecht, Sein Schicksal war so ungerecht! Er braucht keine Blutgruppe A oder B, Das Thema Blut ist jetzt passé! Ein bisschen Pfeffer, ein bisschen Salz, Schmeckt ihm viel besser als jeder Hals! Hoch lebe der Tomatensaft!