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Schattenspiel

Strophe 1]Das Licht im Flur ist viel zu hell.Die Jahre vergingen einfach viel zu schnell.Die Fabrik hat geschlossen, das Tor ist zu.Statt verdientem Stolz bricht die Angst über die Ruh.Ein Leben lang pünktlich, ein Leben lang treu.Heute blicke ich in den Spiegel voll Reu.Der Brief von der Kasse liegt flach auf dem Tisch.Die Zahlen sind kalt, die Wahrheit ist frisch.[Refrain]Und die Wut kriecht hoch, wie ein stummer Schrei.Das Leben zieht endlos und einsam vorbei.Die Angst sitzt am Bett, wenn die Nacht beginnt.Weil die Hoffnung im Dunkeln wie Wasser zerrinnt.Verzweiflung schmeckt bitter, wie billiger Tee.Wenn ich working-poor in den Ruhestand geh.[Strophe 2]Ich schaue den Jüngeren draußen beim Gehen zu.Sie rennen im Hamsterrad, genau so wie du.Sie glauben an Versprechen, die morgen nicht gelten.Wir leben in völlig verschiedenen Welten.Die Heizung bleibt aus, der Winter wird kalt.Man wird in diesem Land verdammt einsam alt.Kein Platz mehr im System, kein Wert mehr für die Welt.Nur noch Ballast, der den Jüngeren im Wege steht und Geld kostet.[Refrain]Und die Wut kriecht hoch, wie ein stummer Schrei.Das Leben zieht endlos und einsam vorbei.Die Angst sitzt am Bett, wenn die Nacht beginnt.Weil die Hoffnung im Dunkeln wie Wasser zerrinnt.Verzweiflung schmeckt bitter, wie billiger Tee.Wenn ich working-poor in den Ruhestand geh.[Bridge]War der Fleiß eine Lüge?War der Schweiß ganz umsonst?Wenn du am Ende des WegesNur noch um deine Würde bangst.[Outro]Der Vorhang fällt leise.Kein Applaus für die Reise.Nur das Ticken der Uhr an der Wand.Und die Angst in der eigenen Hand.(Die Gitarre verklingt ganz leise)