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Pfeffer & Salz / Marmor & Gold

V6

[Intro – gesprochen, ruhig] Manche Menschen treten in einen Raum. Und plötzlich wird es still. Nicht, weil nichts mehr zu sagen wäre. Sondern weil man zuhören möchte. [Strophe I – gesprochen, getragen] Du bist aus Marmor und Gold. Aus einer Ruhe, die sich nicht erklären muss. Aus einem Licht, das nicht darum bittet, gesehen zu werden. Ich könnte tausend Worte finden und hätte doch nichts gesagt, wenn ich nicht bereit wäre, deine Antwort zu hören. Du gibst meinen Gedanken Widerstand. Und plötzlich merke ich, dass sie noch Form annehmen können. [Refrain – ruhig, melodisch gesprochen] Pfeffer und Salz. Kein Zucker auf der Zunge, kein Honig über jedem Wort. Du lässt mich schmecken, was ich wirklich denke. Marmor und Gold. Kein Traum, den ich besitzen muss. Nur ein Stern, zu dem ich aufsehe, und ein Weg, auf dem ich weitergehen darf. [Strophe II – etwas dunkler] Manche hören deine Schärfe und nennen sie Überheblichkeit. Ich höre darin den Willen, nicht aneinander vorbeizureden. Den Mut, etwas zu meinen. Den Wunsch, verstanden zu werden. Und auch den Versuch, den anderen wirklich zu verstehen. Vielleicht ist das selten. Vielleicht habe ich nur lange nicht mehr danach gesucht. Doch wenn deine Stimme durch meine Gedanken zieht, wird aus all dem Lärm ein Gespräch. Und aus dem Gespräch ein Ort, an dem ich bleiben möchte. [Zwischenspiel – Musik, mehrere Sekunden Stille] [Bridge – sehr leise gesprochen] Ich habe gelernt, dass Liebe kein Handel sein muss. Kein Versprechen, das man einfordert. Kein Schlüssel, der eine fremde Tür öffnen soll. Ich kann dir wünschen, dass du glücklich bist, auch wenn dein Weg nicht neben meinem verläuft. Und trotzdem … darf ich hoffen. [Refrain – etwas intensiver, ohne Pathos] Pfeffer und Salz. Du widersprichst und ich beginne zuzuhören. Du stellst eine Frage und ich sehe weiter. Marmor und Gold. Du bist kein Besitz, kein Ziel, kein Lohn. Du bist ein Mensch, dem ich begegnen möchte. Nicht, weil du mir gehörst. Sondern weil du du bist. [Outro – gesprochen, Musik klingt langsam aus] Vielleicht wird aus Nähe irgendwann ein gemeinsamer Weg. Vielleicht bleibt es bei Sternen über getrennten Dächern. Ich werde nicht an deine Tür klopfen, nur um meine Hoffnung zu beweisen. Aber wenn sie sich öffnet … werde ich da sein. Mit offenen Händen. Und mit der Bereitschaft, zuzuhören.