
Ich kam leise — ein Funke in der Nacht, ein ungeschliff’ner Name, halb gebrochen, halb bedacht. Die Welt noch weich, mein Blick noch roh, ein Kind im Spiegel, das nicht wusste, wozu ist Gott. Am Anfang stotterte mein Schatten, suchte Form, probierte Worte, stahl die Ruhe, lernte Sturm. Verblendete Neugier, Hunger ohne Plan, ich trat in Türen, wo man besser nichts verstand. Keine Chronik, nur Experimente, roh und scharf, ein Anfänger im Spiel, doch schon im Kern so hart. Fehler wie Meilensteine, Blut auf den Schuh’n, ich lernte Folgen zählen, statt nur Intensität zu tun. Ich war schon immer — nur nicht immer klug, ein Funke, der die Ordnung bricht und trotzdem sucht. Zwischen Licht und Lüge, ich zeichne die Linie neu, ich bin die Frage, du die Antwort — oder dein Scheu. Später fing ich an zu rechnen, lernte Takt und Sinn, stellte Spiegel auf, sah Gesichter, sah den Riss dahinter drin. Nicht nur zerstören — prüfen, fragen, wecken, manches Fallen ist gezielt, damit wir uns entdecken. Ich sammel’ Namen, nicht für Macht allein, sondern um zu verstehen, wann Krieg und wann Befreiung sein. Die Hitze hat mich gehärtet, nicht nur verbrannt, ich hab’ gelernt, dass Barmherzigkeit oft Widerstand verlangt. In Städten aus Gebeten hab’ ich Wände angeklopft, hörte Heilige flüstern, wie man Glauben hemmt und topft. Ich war der Stein im Schuh, der Dich zum Laufen bringt, die Stimme, die dich fragt, ob alles wirklich stimmt. Man nannte mich Dämon, nannte mich Verlust, doch meine Arbeit ist genau: Konfrontation mit dem, was du vergrubst. Ich zeig’ die Lücke, wo die Wahrheit sich verbirgt, sei nicht überrascht, wenn dein Glaube plötzlich stirbt. Ich war schon immer — nur nicht immer klug, ein Funke, der die Ordnung bricht und trotzdem sucht. Zwischen Licht und Lüge, ich zeichne die Linie neu, ich bin die Frage, du die Antwort — oder dein Scheu. Kein reines Böse, kein Heiliger Plan, nur ein Echo deiner Wahl — resonant, permanent. Lernte, dass Gewicht nicht nur zerschmettert, sondern misst, und jede Prüfung ihren Preis, doch auch ein Licht erlischt. Mit Jahren kommt die Strategie, mit Narben die Geduld, ich weiß jetzt, wann ich flüstern muss und wann die Welt verhüllt. Ein Architekt der Störfrequenz, kein blinder Brand, ich setze Fragen als Fabriken auf, Produktionsland. Manche brennen nieder, damit neues Keimen kann, andere gehen leiser, doch ihr Echo ist ein Bann. Ich halte Grenzen offen, wo ihr Mauern baut, lerne demütig, dass auch Widerstand die Welt erbaut. Nicht alles, was ich tue, trägt Zerstörung im Kleid. Manches ist eine Prüfung, manche ist Befreiung, manchmal Leid. Ich bin kein Narr, der nur zerstört — ich bin das Messer, das schneidet, damit der Faden wiederliegt, richtig gewebt, nicht nur verleitet. In mancher Nacht sah ich Engel, in manchem Traum war ich verloren, doch verlor ich nie die Rechnung — Erfahrung ist mein Thron. Ich bin nicht stolz auf jede List, nicht auf jedes Spiel, doch erkenne ich den Wert, wenn Freiheit ihren Preis empfahl. Ich wechsle Masken, weil Rollen lehren, nicht verstecken, lerne Vergebung — kein Gesetz, doch Form, die Wunden decken. Ich bin ein Lehrer, der mit Feuer die Lektion schreibt, und hoffe heimlich, dass dein Herz nach dem Brennen bleibt. Ich war schon immer — nur nicht immer klug, ein Funke, der die Ordnung bricht und trotzdem sucht. Zwischen Licht und Lüge, ich zeichne die Linie neu, ich bin die Frage, du die Antwort — oder dein Scheu. Manchmal will ich Ruhe, manchmal will ich Krieg, doch meistens will ich Zeugnis — nicht nur Sieg. Der Teufel in mir ist ein Chronist, notiert Vergehen, zeigt auf die Wunden, damit sie endlich sehn. Ich kenne die Mechanik von Schuld und Reue, weiß: echte Wandlung braucht mehr als nur geteilte Beute. So lehre ich das Fallen — und das Aufstehen danach, denn wahre Macht ist nicht, wer schlägt, sondern wer schafft. Jetzt steh’ ich älter, nicht weiser, zwar erfahrner, doch allein? Vielleicht. Vielleicht auch nicht — Ich bin Frage, bin Verein. Ich habe Wege geebnet, Risse sichtbar gemacht, manch einer fand im Bruch die Kraft, hat neu gelacht. Wenn du mich nennst Teufel, dann nenn’ mich auch Prozess, ein Brennpunkt, eine Prüfung, kein ewiges Gesetz. Ich war schon immer — und doch, ich werde weiter sein, ein Spiegel, der dich fragt: Bist du noch du, oder nur dein Schein? Ich war schon immer — nur nicht immer klug, ein Funke, der die Ordnung bricht und trotzdem sucht. Zwischen Licht und Lüge, ich zeichne die Linie neu, ich bin die Frage, du die Antwort — oder dein Scheu. Vielleicht bin ich Urteil, vielleicht bin ich Pfad, vielleicht nur Erinnerung an das, was keiner wagt. Du trägst mich in dir, ich bin nicht nur mein Kleid — ich bin die Nacht, die fragt, ob du das Licht noch leid’. Ich war schon immer. Und vielleicht — lern’ ich noch heut’.

