
Tikbalang
Im Dämmerwald, wo Schatten ziehn, verlor ich Weg und Zeit. Ein Flüstern kam vom Blätterdach, so fremd und doch so weit. Die Luft war schwer, der Boden weich, mein Kompass schlug im Kreis. Ein Huftritt hallt – kein Tier, kein Mensch – nur Nebel, der mich fängt. Tikbalang, Herr der Pfade, tanzt auf Wurzeln, lacht im Wind. Wer ihm folgt, verliert die Straße, vergisst, wer er einst war als Kind. Tikbalang, mit goldnen Augen, führt dich tief ins Niemandsland. Nur wer schweigt und rückwärts schreitet, entkommt dem Zauberband. Er sprach nicht laut, doch klang sein Blick wie Sturm in Bambuswald. Eine Menschengestalt mit Pferdekopf – so schön, so falsch, so alt. Ich bot ihm Lied und Silberring, doch er verlangte mehr: „Gib mir dein Ziel, dein letztes Licht, dann zeig ich dir das Meer.“ Tikbalang, Herr der Pfade, tanzt auf Wurzeln, lacht im Wind. Wer ihm folgt, verliert die Straße, vergisst, wer er einst war als Kind. Tikbalang, mit goldnen Augen, führt dich tief ins Niemandsland. Nur wer schweigt und rückwärts schreitet, entkommt dem Zauberband. Drei Mal dreh dich, halt den Atem, flüstre nicht, schau nie zurück. Denn wer ihn nennt, wird nie mehr wandern – verliert sich Stück für Stück. Ich fand den Weg, doch nicht mein Ich. Der Wald blieb still, der Pfad zerbricht. Und manchmal hör ich Hufe ziehn – im Traum, im Wind, im Zwielichtgrün. ═☆═★═☆═★═☆═★═☆═ Event Playlist: StorytellerZ - Myths https://suno.com/playlist/5dd74007-b304-4b1d-a54c-fa82df3f60a0 ═☆═★═☆═★═☆═★═☆═

