
[Titel: Spiegel ohne Rahmen] [Style: 90s / Early 2000s Deutschrap, mellow, ruhiger Einstieg] (scheiss drauf! Direkte Fortsetzung von Album 6!!) [Intro – spoken, ruhig] Spiegelbilder überall, aber keins sagt die Wahrheit ganz. Vielleicht ist das kein Rätsel, sondern Training fürs Aushalten. [Verse 1] Immer diese Spiegelbilder, such mich selbst im Widerhall, jede Frage wird ein Zirkel, dreht sich weiter, wird brutal. Ist das Wachstum nur ‘ne Methode, sich nicht völlig zu verlieren, oder reicht es, stehenzubleiben, ohne ständig zu optimieren? Ich hab Songs gebaut aus Nächten, aus Verzweiflung, aus Systembruch, hab gelernt, dass jede Stärke irgendwann auch Druck erzeugt, (such) Leben kam mit harten - Haken, aber auch mit goldenem Lachen, und die Zeit zeigt mir seit Jahren, dass wir nichts auf Dauer schaffen. Stress klebt mir unter den Rippen, wie ein Echo alter Jahre, doch ich merk, dass Endlichkeit mir plötzlich Ehrlichkeit erklärt. Was soll ich tun? Einfach stoppen? Nein, das wär’ Verrat an mir, ich geh nicht leise von der Bühne, selbst wenn alles grad erfriert. [Hook] Ich bleib hier, auch wenn Zweifel lauter sind als Applaus, bau mir Haltung aus den Trümmern, zieh die Wahrheit daraus. Kein Unterbuttern, kein Verbiegen, kein bequemes Versteck, ich steh aufrecht vor dem Spiegeln, auch wenn keiner mich checkt. [Verse 2] Weihnachtszeit macht alles schwerer, falsche Wärme, kaltes Licht, alle tun so, als wär Frieden, doch ich fühl das Ganze nicht. Zu viel Rückblick, zu viel Druck, zu viel „früher warst du mehr“, doch ich trag die alten Versionen wie der alte man am Meer. Wo sind Reime, die nicht posen, sondern wirklich etwas wiegen, die nicht glänzen, sondern bleiben, selbst wenn sie im Dunkeln liegen? Soll ich wieder Geld draus machen, so wie damals, viel zu jung? Das war der Deal mit dem Teufel, ich war Sieger und war krank zugleich, Punkt. Alkohol war nur ein Pflaster, wie 'ne parenthetische-kur, hab gelernt: Betäubung tötet leiser und offenet die alte Wunde nur. Soll ich von früher reden? Nein, nicht romantisiert, doch ich nutz die Narben heute als Beweis, dass man noch existiert. [Hook] Ich bleib hier, auch wenn Zweifel lauter sind als Applaus, bau mir Haltung aus den Trümmern, zieh die Wahrheit daraus. Kein Unterbuttern, kein Verbiegen, kein bequemes Versteck, ich steh aufrecht in den Spiegeln, auch wenn keiner mich checkt. [Verse 3] die verflixxte 7 ist kein Rückblick, eher ein Koordinatenschnitt, wo man sieht, was übrig bleibt, wenn der ganze Nebel bricht. Kein Märchen, keine Pose, kein erzwungener Triumph, nur ein Mensch, der weitergeht, obwohl er weiß, wie tief er wieder sinkt. (wieder sinkt) Ich lern, mich nicht zu härten, sondern standfest zu verankern, nicht aus Trotz, sondern diesmal aus Klarheit, zwischen Fallen und Gedanken. Nicht unterbuttert! , nicht gebrochen, nicht von Stimmen dirigiert, ich bin nicht laut, um zu gewinnen, sondern leise fokussiert.(ja) Wenn ich bleib, dann nicht aus Angst, sondern aus innerer Pflicht, weil Aufhören nur dann Sinn macht, wenn man sich selbst nicht mehr sieht. Und solange dieser Spiegel mir noch ehrlich widerspricht, schreib ich Zeilen gegen die Leere, nicht für Geld, sondern für Licht. [Outro] Vielleicht geht’s nicht ums besser werden. Vielleicht geht’s ums Standhalten. Und das reicht manchmal schon.

