
Zwei Lichter im Nordwald (Tarja & Avril)
Nordwald atmet Moos und Tau, Aurora malt den Himmel blau. Pfad aus Frost, doch Herz wird warm, deine Spur liegt in meinem Arm. Ein Wispern ruft aus Fels und Farn, Landgeister wachen still und klar. Wenn Schatten ziehn, dann halt mich fest- wir teilen Licht und halten West. Wir heben Stimmen gegen Nacht, zwei Lichter, die den Weg bewacht. Schwester zu Schwester, stark und frei- deine Hand in meiner: Wir sind zwei. Wo Kälte droht und Sturm beginnt, singt unser Atem gegen Wind. Ein Hauch von Harz, der Wald wird still, die Huldra lockt, so wie sie will- mit langem Haar und Schweif im Gras, ihr Lächeln hell, ihr Blick aus Glas. Ich neige kurz, doch geh nicht mit- die Sitte schützt, der Schritt bleibt schlicht. Ich nenne leise jeden Ort, der Pfad hört zu und führt uns fort. Wir heben Stimmen gegen Nacht, zwei Lichter, die den Weg bewacht. Schwester zu Schwester, stark und frei- deine Hand in meiner: Wir sind zwei. Wo Kälte droht und Sturm beginnt, singt unser Atem gegen Wind. Am Hügelgrab die Luft wird schwer, ein Draugr rührt sich kalt wie Teer; ein Knochenritt, ein Hungerlaut- doch unser Lied bleibt hell und laut. Am Grat erwacht der Berg im Gang, ein Jötunn wirft den Schnee entlang. Die Nornen weben unterm Baum, ihr Faden hält den alten Traum. Wir heben Stimmen gegen Nacht, zwei Lichter, die den Weg bewacht. Schwester zu Schwester, stark und frei- deine Hand in meiner: Wir sind zwei. Wo Donner rollt und Eis uns bindt, singt unser Herz und bricht den Wind. Im Nordlicht kreisen Reiter fein- die Walküren halten Schein. Wir nicken still: Noch ist es Zeit, der Heimweg ruft in Sicherheit. Wir heben Stimmen gegen Nacht, zwei Lichter, die den Weg bewacht. Schwester zu Schwester, stark und frei- deine Hand in meiner: Wir sind zwei. Wir werden selbst zu Stern und Kamm, die Dunkelheit nimmt leise ab- Cello und Violine glühn, zwei Herzen, die den Wald erblühn.
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