
Unbekannt Verzogen
Copyright © 2026 https://suno.com/@mich_bergde Mike Berg All rights reserved. Siehst du sie da drüben am Rand der Stadt? Gesichter wie Schilder: „Nichts zu sagen gehabt“. Augen aus Glas, kein Feuer im Blick, Mundwinkel nach unten, der Rest bleibt schick. Straßen aus Frost, freie Gedanken nicht erlaubt, jeder Schritt schwer, jeder Traum schon verstaubt. Sie tragen die Tage wie Blei in der Hand, zählen Verluste, wie Körner im Sand. Kein Lachen mehr gespeichert, kein Gefühl mehr aktiviert, Herzen auf Standby, vom Leben abonniert – aber nie kassiert. Seele unbekannt verzogen, keine Adresse, kein Zuhaus. Seele unbekannt verzogen, alles drin – doch nichts kommt raus. Seele unbekannt verzogen, die Uhr tickt laut, sie zählt uns leer. Was wird bleiben – wenn wir verschwinden, immer mehr? Im Café kalter Rauch, kalter Blick, Kaffee wird alt, die Zeit macht tick, tick, tick. Im Park nur Schatten, mit Stil und still, Bewegung wie Pflicht, kein eigener Will’. Sie reden von gestern, von Schuld und von Pech, von allem, was war – nie von jetzt, nie von echt. Hoffnung verpfändet, Mut längst verkauft, auf Raten bezahlt, nie wieder geglaubt. Man kann sie hören, aber sie sagen nichts, nur alte Geschichten im neonkalten Licht. Seele unbekannt verzogen, kein Signal, kein Empfang. Seele unbekannt verzogen, jedes Wort klingt hohl, klingt bang.. Seele unbekannt verzogen, sie warten auf das Leben – es zieht an ihnen vorbei. Du kannst sie schütteln, du kannst sie zieh’n, sie scheuen den Schritt, weiterzugeh’n. Lieber bekanntes Grau als ein Risiko mehr, lieber Recht behalten als leicht zu sein – dann lieber leer. Seele unbekannt verzogen, kein Lachen, kein Streit, kein Ziel. Seele unbekannt verzogen, zu viel gedacht, zu wenig Gefühl. Seele unbekannt verzogen, vielleicht kommen sie wieder zurück – wenn sie merken, die Dunkelheit bringt kein Glück. Siehst du sie? Vielleicht… sehen sie dich auch.

